Authentische Selbstportraits

Eine Frau versteckt ihr Gesicht hinter einem Buch

Oft sind die eigenen Ansprüche an sich selbst am höchsten. Und gerade wenn wir uns auf Fotos betrachten sind wir besonders kritisch. Aus meiner Erfahrung als Fotografin weiß ich, dass manche Menschen einfacher zu fotografieren sind als andere. Manche Menschen brauchen eben etwas mehr Unterstützung, um auf Bildern authentisch zu wirken. Das ist einfach so und ganz oft auch abhängig von der Tagesform.

Wenn ich ein Selbstpotrait von mir mache, dann ist das auch so. Manche Bilder gehen ganz schnell und andere brauchen eben etwas länger. Der Unterschied bei einem Selbstportrait ist für mich, dass ich in dem Moment Fotograf und portraitierte Person in einem bin.

Aus der Portraitfotografie kenne ich ein paar Tricks und Methoden, die ich auch bei mir selber anwende, um mich locker zu machen. Wenn ich zum Beispiel zu angespannt bin, dann mache ich ganz oft noch mal kurz die Augen zu und atme tief ein und aus… 

Das hilft mir, mich von dem Gedanken zu lösen, dass ich jetzt für das Foto doch bitte ganz gut und natürlich aussehen sollte. Das klappt jedoch nicht immer auf Anhieb. Aber dieses auf den Atem fokussieren und Loslassen ist für mich in vielen Fotosituationen eine sehr hilfreiche Methode.

Eine etwas einfachere Variante als das Portrait mit Blick in die Kamera ist, wenn ich mich in Aktion zeige und nicht in die Kamera schaue. Dann kann ich mich quasi auf meine Tätigkeit konzentrieren. Ausserdem gibt es auch noch die Möglichkeit eine Detailaufnahme von der Handlung zu machen. Als Ergänzung oder als Alternative.

Vor ein paar Tagen habe ich mit einer Kundin telefoniert. Sie erzählte mir, dass sie gerne ihr Business stärker auf Instagram promoten möchte. Von ihren Freunden hat sie das Feedback bekommen, dass die Menschen auf ihrem Account fehlen. Aber es fällt ihr schwer sich selbst zu inszenieren. Und es fehlt ihr an Ideen. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Ich weiß, dass es manchmal nicht so ganz einfach ist, einen Einstieg in das Thema Selbstinszenierung zu finden. Auch ich musste für mich erst mal herausfinden, wie ich mich und mein Umfeld zeigen möchte. Grundsätzlich gilt – je natürlicher desto besser! ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀
Wenn ich mich innerlich gegen das Foto wehre oder wenn ich das Bild schnell abhaken möchte, dann wird das eher nix. Wenn ich mich aber auf das Foto einlasse und freue, dann geht es oft ganz schnell. Und hey, es ist wie bei allem… Übung macht den Meister.

Also zeig Dich!